Das Börsenmagazin vom 15. Mai 2026

Shownotes

Die Finanzmärkte zeigten sich zuletzt etwas ruhiger, wie bereits in der Vorwoche erwartet. Dennoch bleiben geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten zentral. Im Fokus stehen weiterhin die Spannungen im Nahen Osten: Sowohl die USA als auch der Iran lehnten die gegenseitigen Vorschläge für ein Friedensabkommen ab. Dadurch bleibt die Lage angespannt, insbesondere wegen der blockierten Strasse von Hormuz, was die Energiepreise hoch hält und den Inflationsdruck verstärkt.

Auch das Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping sorgte für Aufmerksamkeit. Zwar gab es Zeichen einer möglichen Stabilisierung der Handelsbeziehungen zwischen den USA und China, doch die grundlegenden Konflikte – insbesondere in den Bereichen Handel, Taiwan und Technologie – bestehen weiterhin.

Wirtschaftlich rückten vor allem die USA in den Mittelpunkt. Die Inflation stieg überraschend stark auf rund 3,8 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit Mai 2023. Hauptgründe dafür sind höhere Energie- und Dienstleistungspreise. In der Folge stiegen auch die Anleihezinsen deutlich an: Zehnjährige US-Staatsanleihen liegen inzwischen bei rund 4,5 Prozent, während die Renditen 30-jähriger Anleihen zeitweise über fünf Prozent kletterten – ein Niveau wie zuletzt vor der Finanzkrise.

Trotz der höheren Zinsen erreichten die US-Börsen zwischenzeitlich neue Höchststände, getragen von der anhaltenden KI-Euphorie. Gleichzeitig wachsen jedoch die Zweifel an der Nachhaltigkeit dieser Rally. Gegen Ende der Woche überwogen deshalb wieder vorsichtigere Marktstimmungen.

In den kommenden Wochen richtet sich der Blick insbesondere auf die Quartalszahlen von Nvidia. Nachdem AMD mit starken Ergebnissen überzeugt und dem KI-Sektor neuen Schwung verliehen hat, wird nun entscheidend sein, ob Nvidia die hohen Erwartungen erfüllen kann.

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00:00:00: Der

00:00:08: Blick auf Börse-Woche mit Daniela Liloia leitet den Portafolio Managements.

00:00:12: Diese Woche wurde es als ruhige Wochen angekündet, wie ist es hier tatsächlich rausgekommen?

00:00:18: Ist es so ruhig gewesen?

00:00:19: Ja zum Teil schon.

00:00:21: Wie bereits letzte Woche erwartet hat es auf der Unternehmenseite kleine Verschnaufspausen gegeben.

00:00:26: Nächste Woche soll eine Zahl von Video wieder für grosse Aufmerksamkeit sorgen!

00:00:30: Geopolitisch werden Entwicklungen im Nahen Osten weiter in den Fokus.

00:00:33: Sowohl die USA als auch die Iran haben am Anfang dieser Auffahrtswoche ihre gegenseitige Entwürfe für einen Friedensvertrag abgelehnt.

00:00:40: Das zeigt, dass Positionen weiterhin weit auseinander lecken und das beide Parteien nicht geben wollen.

00:00:45: Mit diesem fragilen Waffenraum unter nach wie vor blockiert der Strasse von Hormus bleibt Energiepreise und folglich den inflationären Druck hoch.

00:00:53: Weiter ist noch das Gipfel-Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsident Xi Jinping im Fokus gestanden.

00:01:00: Dabei ging es vor allem um Handel, Taiwan und Technologiefragen.

00:01:04: Es gab zwar Signale für eine Stabilisierung der Handelsbeziehungen, gleichzeitig blieben die grundlegenden Spannungen zwischen den USA und China weiterhin bestehen – und dass trotz der schmeichlerische Töne vom Trump gegenüber geschehen.

00:01:17: Also insgesamt ruhige Woche.

00:01:19: gibt's neue Erkenntnisse?

00:01:21: Ja, vor allem aus den USA.

00:01:22: Dort ist nämlich die Inflation überraschend deutlich gestiegen und liegt jetzt bei rund drei Komma acht Prozent.

00:01:27: Das ist der höchste Stand seit dem Mai.

00:01:29: zwei Tausendunddruhen zwanzig.

00:01:30: Halb Treiber waren die hohe Energiepreise, aber auch die Entschleistungen wurden teurer.

00:01:35: Die Märkte haben dabei unruhig reagiert und sind angestiegen.

00:01:39: Die zehnjährigen Staatsanlagen liegen mittlerweile bei ca.

00:01:42: vier Komma fünf Prozent so hoch wie sie in fast einem Jahr nicht mehr.

00:01:46: Die dreißigjährige sind sogar zeitweise über fünf Prozent gestiegen Ein Niveau, das wir zuletzt vor der Finanzkrise erreicht haben.

00:01:53: Höchere Zinsen belasten eigentlich besonderes Technologiewert.

00:01:56: Das ist aber aktuell noch ein bisschen verdrängt worden.

00:01:58: Die US-Börsen haben nämlich Mitte Woche neue Allzeithöhe erreicht.

00:02:02: Zweifel an der Nachhaltigkeit dieser Kai Rallye haben aber zugenommen.

00:02:07: Gegen Ende Wochen hat er wieder eher negative Vorzeichen dominiert.

00:02:11: Schauen wir uns auf die neue Woche.

00:02:13: Was ist hier im Fokus?

00:02:15: In der nächsten Woche sind v.a.

00:02:16: die Quartalszahlen von NVIDIA im Vordergrund.

00:02:19: Nachdem den Konkurrent AMD zuletzt sehr stark ihre Resultate geliefert hat und somit der ganze KI-Sektor wieder angetrieben hat, wird es jetzt entscheidend sein, ob NVIDia die hohen Erwartungen bestätigt kann.

00:02:31: Auf konjunkturellen Sichten wird es interessant sein.

00:02:34: Die Kaufmanagerindices aus Europa um Daten zum US-Husermarkt werden bekannt gegeben.

00:02:39: Der hat sich zuletzt weiterhin schwach gezeigt.

00:02:42: Es werden in den USA deutlich weniger Häuser verkauft und die Stimmung unter den Mobilienentwicklerinnen und Maklern hat sich spürbar einträubt.

00:02:50: Verantwortlich dafür darf es zu höchsten Zins umfällt sein, wo eine kurze Fristung kaum entspannend

00:02:56: wird.

00:02:56: Daniela Liloia leitet ein Portafolio-Management mit einem Rück-und Ausblick auf die Börsewoche.

00:03:03: Das Börsemagazin auf Radio Eis präsentiert von

00:03:07: PostFinance.

00:03:19: Mehr Informationen auf radioeis.ch.

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