Das Börsenmagazin vom 13. Februar 2026

Shownotes

Märkte zwischen Wahloptimismus, KI-Sorgen und Arbeitsmarktdaten

Obwohl die vergangene Woche nicht zu den intensivsten Phasen der laufenden Berichtssaison zählte, kam es an den Finanzmärkten zu spürbaren Bewegungen.

Zu Wochenbeginn richteten sich die Blicke nach Japan: Die vorgezogenen Parlamentswahlen wurden klar von Premierministerin Takahishi gewonnen. Das sorgte für Erleichterung an den Märkten. Der japanische Aktienmarkt legte daraufhin um über 5 % zu und steht seit Jahresbeginn bereits rund 14 % im Plus.

Im weiteren Wochenverlauf kühlte sich die Stimmung an den globalen Aktienmärkten jedoch wieder ab. Besonders der US-Technologiesektor geriet unter Druck, während sich die europäischen Börsen – inklusive der Schweiz – vergleichsweise stabil hielten.

Ein dominierendes Thema war erneut die künstliche Intelligenz. Neue KI-Anwendungen sorgten insbesondere im Finanz- und Logistikbereich für Verunsicherung. So standen UBS und Julius Bär unter Druck, nachdem in den USA ein KI-Tool für Vermögens- und Steuerberatung vorgestellt wurde. Die Sorge: Solche Technologien könnten mittelfristig die Margen im Beratungsgeschäft belasten. Auch Kühne + Nagel verlor im Wochenverlauf über 10 %, nachdem neue KI-Lösungen zur Optimierung von Frachtvolumen angekündigt wurden. Wie stark KI Geschäftsmodelle tatsächlich verändern wird, bleibt jedoch offen – ebenso regulatorische Fragen.

Makroökonomisch standen die US-Arbeitsmarktdaten im Fokus. Auf den ersten Blick fielen diese solide aus: Es wurden mehr Stellen geschaffen als erwartet, die Arbeitslosenquote sank leicht. Bei genauerer Betrachtung relativiert sich das Bild jedoch, da die Beschäftigungszahlen für 2025 deutlich nach unten korrigiert wurden. Dies deutet darauf hin, dass der US-Arbeitsmarkt weniger robust ist als bislang angenommen – ein wichtiger Faktor für die weitere Zinspolitik der US-Notenbank.

In der neuen Woche rücken Unternehmenszahlen von Nestlé, Sika und Zurich Insurance in den Fokus. In den USA werden insbesondere die Resultate von Walmart mit Spannung erwartet – sie gelten als wichtiger Indikator für die Konsumentenstimmung. Konjunkturseitig stehen zudem neue Einkaufsmanagerindizes sowie Daten zum US-Häusermarkt an, der zuletzt deutliche Schwächesignale gezeigt hat.

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