Das Börsenmagazin vom 6. Februar 2026
Shownotes
Auch diese Woche ist die Nervosität an den Märkten hoch geblieben. Die Edelmetalle sind schon letzten Freitag heftig eingebrochen. Gold ist in der kürzesten Zeit rund 15% und Silber sogar 35% abgesackt. Viele spekulative Positionen mussten aufgelöst werden und haben die Bewegung zusätzlich verstärkt. Am Anfang dieser Woche ist Gold weiter unter Druck geraten.
Aber in der zweiten Wochenhälfte hat sich der Preis etwas erholt und liegt jetzt wieder bei knapp 4'900 US-Dollar. Auch die Aktien sind unter Druck geblieben und die US-Börse hat besonders stark nachgegeben. Der Technologieindex Nasdaq hat fast 4% verloren und der breite S&P 500 rund 2%. Europa ist hingegen stabiler geblieben und der Schweizer Markt hat es sogar leicht verbessert Eine besonders harte Woche hatte der Bitcoin hinter sich und ist zeitweise unter 65'000 Dollar gerutscht.
Seit dem Jahresanfang liegt das Minus bis an den 25%.
Dieses Muster hat sich diese Woche bestätigt. Die UBS hat im Jahr 2025 einen Rekordgewinn erzielt. Dazu kommt ein grosses Aktienrückkaufprogramm und es gibt erst noch eine höhere Dividende Eigentlich alles gute Nachrichten. Die Aktie hat trotzdem im Wochenverlauf rund 8% verloren. Grund dafür auch weniger Netto-Neugeld-Zuflüsse.
Bei Novartis hingegen waren die Reaktionen schon fast überraschend positiv. Der Umsatz hat nämlich im letzten Quartal kaum mehr zugelegt und der Konzern kämpft mit zunehmender Konkurrenz. Trotzdem hat die Aktie über die Woche 4% zugelegt. In den USA standen Google und Amazon im Mittelpunkt. Beide lieferten überzeugende Zahlen, aber die Kurse gingen trotzdem.
Höchst geplante Investitionen verunsicherten die. Aber nicht nur deswegen geriet der Technologie-Sektor insgesamt stark unter Druck. Die Ankündigung des neuen KI-Modells «GLOAD Legal» hat die Aktien mehrerer Software-Firmen abgestürzt. Solche Modelle können nämlich ihre Lösungen überflüssig machen.
In Europa ist die Inflation im Fokus gestanden. Die Teuerung ist auf 1,7% gesunken und damit auf eine tiefste Stange seit Herbst 2024. Die Europäische Zentralbank hat darauf wie erwartet reagiert und die Leitzinsen unverändert gelassen. Aus den USA sind überraschend gute Konjunktursignale gekommen. Der Einkaufsmanager-Index hat deutlich zugelegt und zeigt das erste Mal seit rund einem Jahr wieder ein Wachstum an.
Aus ökonomischer Sicht werden vor allem die amerikanischen Arbeitsmarktzahlen und die Inflationsdaten im Fokus stehen. Vor allem die News aus dem zuletzt schwachen Arbeitsmarkt werden mit Spannung erwartet. Aber auch die Schweiz publiziert die neuesten Inflationsdaten. Aber an den Börsen wird es voraussichtlich etwas ruhiger werden.
Es werden nämlich keine Zahlen von grossen Firmen mehr erwartet. In der Schweiz einzig Zahlen von der Swisscom.
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