Das Börsenmagazin vom 23. Januar 2026
Shownotes
Die internationalen Finanzmärkte blickten in der vergangenen Woche vor allem nach Davos. Das Weltwirtschaftsforum stand im Zeichen geopolitischer Spannungen, insbesondere durch den Auftritt von US-Präsident Donald Trump. Bereits Ende der Vorwoche hatten dessen Zollandrohungen gegenüber acht europäischen NATO-Staaten im Zusammenhang mit dem Streit um Grönland für erhebliche Verunsicherung gesorgt.
Entsprechend nervös starteten die Märkte in die Woche. Sowohl in den USA als auch in Europa gerieten die Börsen zunächst deutlich unter Druck und verloren zeitweise zwischen zwei und drei Prozent an Wert. Ausschlaggebend war weniger Trumps Rede in Davos selbst, sondern vielmehr seine Aussagen im Anschluss an den Auftritt.
Im Wochenverlauf folgte jedoch eine spürbare Entspannung. Trump kündigte an, dass es ein Rahmenprogramm zur Grönland-Thematik gegeben habe und er auf die angedrohten Zölle gegenüber den europäischen Staaten verzichten werde. Diese Kehrtwende sorgte rasch für Erleichterung an den Märkten. Die US-Börsen konnten ihre Verluste wieder wettmachen und schliessen die Woche in etwa unverändert ab.
Weniger erholsam verlief die Woche für die europäischen Aktienmärkte. Sie blieben von der anfänglichen Unsicherheit stärker belastet und notieren über die gesamte Woche betrachtet weiterhin rund ein bis eineinhalb Prozent im Minus.
Deutlich gesucht waren erneut sichere Anlagen. Gold bestätigte seine Rolle als Schutz in unsicheren Zeiten und legte in der vergangenen Woche um rund sieben Prozent zu. Damit liegt der Goldpreis seit Jahresbeginn bereits etwa 14 Prozent im Plus.
Insgesamt zeigt sich: Politische Signale und kurzfristige geopolitische Spannungen prägen derzeit das Marktgeschehen. Während sich die US-Märkte als vergleichsweise widerstandsfähig erweisen, bleiben die europäischen Börsen anfälliger für politische Unsicherheiten – und sichere Häfen wie Gold rücken verstärkt in den Fokus der Anlegerinnen und Anleger.
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