Das Börsenmagazin vom 16. Januar 2026
Shownotes
Die internationalen Finanzmärkte haben in der vergangenen Woche an Dynamik verloren. Nach den deutlichen Bewegungen zuvor blieb unter dem Strich vor allem eine Seitwärtsbewegung zurück. Dennoch zeigten sich erneut regionale Unterschiede: Die europäischen Börsen konnten leicht zulegen und schnitten damit etwas besser ab als die US-Märkte, wo die Nervosität spürbar zunahm.
In den Vereinigten Staaten belastete insbesondere der verschärfte politische Ton das Marktumfeld. Auslöser war die Aufnahme strafrechtlicher Ermittlungen gegen den Fed-Vorsitzenden Jerome Powell. Ihm wird im Zusammenhang mit der Renovation der Fed-Gebäude eine Falschaussage vorgeworfen. Die Diskussion um die Unabhängigkeit der US-Notenbank erhielt dadurch neue Nahrung und sorgte für Zurückhaltung bei den Anlegern.
Deutlich freundlicher präsentierte sich hingegen der japanische Aktienmarkt. Der Nikkei legte um mehr als 4 Prozent zu und entwickelte sich damit klar stärker als andere Regionen. Ausschlaggebend waren Spekulationen über vorgezogene Neuwahlen, die den japanischen Yen unter Druck setzten. Die Währungsabwertung wirkte unterstützend für exportorientierte Unternehmen und verlieh dem Aktienmarkt zusätzlichen Rückenwind.
Auch alternative Anlagen standen im Fokus. Die Kryptowährungen setzten ihre Erholung fort, allen voran der Bitcoin. Er überschritt erneut die Marke von 95’000 US-Dollar und unterstrich damit die weiterhin hohe Risikobereitschaft in diesem Marktsegment.
Insgesamt zeigt sich ein bekanntes Bild: Während politische Unsicherheiten in den USA kurzfristig für Nervosität sorgen, bleiben die globalen Finanzmärkte insgesamt stabil. Regionale Impulse und Währungsbewegungen bestimmen derzeit stärker das Geschehen als fundamentale Schocks.
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