Das Börsenmagazin vom 09.Januar 2026
Shownotes
Die internationalen Finanzmärkte sind dynamisch ins Jahr 2026 gestartet. Nach den ruhigen Feiertagen legten zahlreiche Aktienindizes deutlich zu, an mehreren Börsen wurden sogar neue Höchststände erreicht. Besonders stark präsentierten sich die europäischen Märkte: Der Eurostoxx 50 gewann rund 2 Prozent, während der deutsche DAX mit fast 3 Prozent noch stärker zulegte.
In Deutschland überzeugten vor allem Titel wie Rheinmetall, Siemens und SAP. Sie konnten die Schwäche im Automobilsektor mehr als kompensieren. In den USA fielen die Gewinne mit rund 1 Prozent moderater aus, während der Schweizer Leitindex SMI ebenfalls nur knapp 1 Prozent zulegte. Belastend wirkte hier insbesondere das Index-Schwergewicht Nestlé, das aufgrund eines grösseren Rückrufs von Säuglingsnahrung unter Druck geriet. Die Aktie verlor in der Folge rund 5 Prozent.
Insgesamt zeigte sich jedoch ein bekanntes Marktbild: Politische Risiken bremsten die Börsen kaum. Gold legte hingegen als Absicherung weiter zu und stieg um über 3 Prozent.
Am vergangenen Wochenende sorgte zudem die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Spezialeinheiten für Schlagzeilen. Die Finanzmärkte reagierten darauf jedoch gelassen. Die Volatilität blieb niedrig, und die Anleger zeigten sich entspannt. Kurzzeitig kam es zwar zu Bewegungen bei US-Ölaktien, da Venezuela über die grössten Ölreserven der Welt verfügt. Die Kurse stiegen zunächst in Erwartung höherer Fördermengen, gaben diese Gewinne jedoch rasch wieder ab. Veraltete Förderanlagen und eine marode Infrastruktur machen eine schnelle Produktionsausweitung unrealistisch.
Das Fazit bleibt eindeutig: Selbst geopolitische Eingriffe verunsichern die Märkte derzeit kaum.
Im Fokus der Woche standen zudem die Inflationsdaten. In der Schweiz liegt die Teuerung aktuell bei lediglich 0,1 Prozent. Sinkende Importpreise und der starke Franken halten die importierte Inflation deutlich im Minus. Die Inflationssorgen bleiben damit ein zentrales Thema für Wirtschaft und Geldpolitik.
In der Eurozone ist die Inflation im Dezember leicht gesunken und liegt nun bei 2 Prozent — exakt im Zielbereich der Europäischen Zentralbank. Positive Nachrichten kamen zudem von der Schweizerischen Nationalbank: Sie wies einen Gewinn von 26 Milliarden Franken aus, getragen vor allem von der starken Aufwertung ihrer Goldreserven. Bund und Kantone profitieren davon mit einer Ausschüttung von rund 4 Milliarden Franken.
In der kommenden Woche nimmt schliesslich die Berichtssaison Fahrt auf. Den Auftakt machen traditionell die grossen US-Banken, die im vergangenen Jahr von lebhafter Handelstätigkeit sowie einer hohen Aktivität bei Unternehmensübernahmen profitiert haben. Entsprechend werden auch für das Schlussquartal solide Resultate erwartet. In der Schweiz legen unter anderem Sika, Richemont und Geberit erste Umsatzzahlen vor — Impulse für den Schweizer Aktienmarkt sind damit durchaus möglich.
Der Podcast kann zu Informations- und Werbezwecken dienen. Die darin enthaltenen Informationen und Aussagen stellen weder eine Einladung zur Offert Stellung noch eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Abschluss einer Dienstleistung, zum Kauf/Verkauf von irgendwelchen Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten oder zur Vornahme anderweitiger Transaktionen oder zum Abschluss irgendeiner Art von Rechtsgeschäft dar. Dieser Podcast sowie die darin aufbereiteten Informationen richten sich ausschliesslich an Personen mit Domizil in der Schweiz. Die Anlagebeurteilungen des Investment Researchs werden durch PostFinance produziert und veröffentlicht. PostFinance wählt die im vorliegenden Podcast veröffentlichten Informationen und Meinungen sorgfältig aus und berücksichtigt dabei Quellen welche als zuverlässig und glaubwürdig eingestuft wurden. Gleichwohl kann PostFinance nicht gewährleisten, dass diese Informationen genau, verlässlich, aktuell oder vollständig sind und lehnt im gesetzlich zulässigen Masse die Haftung dafür ab.
Neuer Kommentar